Hallo Forum, ich habe bei unserem KA ein Problem mit dem Ventilspiel. Ich habe im Forum schon nach dem Thema gesucht und auch einen lesenwerten Thread gefunden aber ich hätte gerne, wenn möglich, noch weitere Infos von Euch. Also, es geht um einen KA Bj 97 60PS. Letztes Jahr im Sommer habe ich das Ventilspiel eingestellt. Letzte Woche kam plötzlich ein lautes nageln aus dem Ventildeckel. Als ich nachgeschaut habe, stellte ich fest, dass sich das Ventilspiel eines Ventiles am dritten Zylinder ziemlich verstellt hatte. Größenordnung ca 1mm. Ich weiß im Moment nicht ob es das Einlass- oder Auslassventil war. Wenn man von vorne drauf schaut war es am dritten Zylinder das linke Ventil. Als ich wieder alles montiert hatte gab es plötzlich Probleme wenn man Gas gab. Im Leerlauf lief er ruhig, bei höheren Drehzahlen alles ruhig aber wenn mit kalten Motor beschleunigt dann läuft der Motor während der Bechleunigung alles andere als rund. Wenn der Motor warm war ging es weg. Eben rief meine Frau an: unrunder Lauf ist weg aber das nageln ist wieder da! So, nun meine Fragen: Könnt Ihr Euch vorstellen/ ist es Euch schonmal passiert, dass sich diese schwergängige Einstellschraube alleine löst? Auch schon nach einer Fahrt von 120km? Müssen die Schrauben ersetzt werden? Oder ist das ein Hinweis, dass die Nockenwelle verschlissen ist? Wie kann man Nockenwellenverschleiß feststellen? Und dann noch die Frage: Hat mal von Euch jemand die (unten liegende) Nockenwelle wechseln lassen: Wie teuer war das? Der Aufwand ist glaube ich enorm. Hier an der Stelle schonmal vielen Dank an allen die mir Tips geben können! Gruß Thomas
Die schrauben lösen sich nicht sondern die nockenwelle ist nicht ordnetlich gehärtet und nutzt sich extrem ab. Der aufwnad is schon enorm. Motor solte daüfr ausgebaut werden.
Das eine Nocke innerhalb von 120km so verschleisst ist aber auch nicht normal Einfach nochmal Einstellen und später Kontrollieren . Evtl die Mutter zu lose oder zu fest angezogen gehabt ?
Danke für Eure Antworten. Offensichtlich sind falsch oder schlecht gehärtete Nockenwellen in dem Bj. bekannt. Aber ich würde der Biene recht geben. Innerhalb von 120km verschleißt eine, wenn auch schlecht gehärtete, Nockenwelle doch nicht soviel. Man kann an der Mutter eigentlich nichts zu fest oder zu lose anziehen. Die Einstellschraube steckt in dem Gewinde hat aber keine Kontermutter oder sowas. Allerdings war die Schraube wirklich schwer zu verstellen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass sich die Schraube über Vibration so schnell verstellt. Mysteriös!
Ne is tatsächlich so, die Schrauben sind nur kackeschwer zu drehen, quasi dadurch gekontert. Da die ja nur axial belastet werden kann sich da halt nix verdrehen.
hm ok ... hatte es in etwa so in Erinnerung damals bei meinem 1.3er http://beimuttern.de/uploads/Berta/CIMG4396.jpg
Kann den Effekt bei einem Ford Fiesta MK4 BJ. 1996 Endura-E Motor 1,3 Liter 50 PS bestätigen. Es war bei mir auch der 3. Zylinder (gibt im Web mehrere Meldungen zum 3. Zylinder?!), soweit ich mich erinnere auch die linke Schraube, mit extrem viel Spiel. Ich hatte den Effekt einmal, daß innerhalb sehr kurzer Zeit nach dem Ventilspieleinstellen, die Schraube wieder verstellt hatte. Nochmal eingestellt, danach war Ruhe, d.h. keine Verstellung mehr innerhalb kurzer Laufstrecken. Wichtig beim selber Einstellen: Immer nach unten anziehen! Die Werkstatt hatte zwar etwas von eingelaufener Nockenwelle geschrieben (wie kann man das ohne Ausbau feststellen? Endoskop?), das war bei ca. 60.000 km Jetzt hat der Fiesta 251.000 km und läuft immer noch mit der original Nockenwelle. Ventilspiel wird alle 15.000 km eingestellt. Als Öl verwende ich seither Liqui Moly MoS2 (hat Notlaufeigenschaften).